Schlafdauer

Ein für alle Menschen gültiges Schlafmaß gibt es nicht. Die Frage nach der Menge an Schlaf pro Nacht kann nur für jeden einzelnen Menschen individuell beantwortet werden. Sehr wohl gibt es aber einige Eigenschaften und Besonderheiten des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus, die für jeden gelten.

Eine grobe Einteilung der Schlafzeiten ergibt:

         den Langschläfer mit 8-10 Std.

         den Mittellangschläfer mit 6-8 Std. und

         den Kurzschläfer mit 5-6 Std. pro Nacht.

Die spontane Schlafdauer der meisten Erwachsenen liegt zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht. Kurzschläfer kommen mit weniger Schlaf aus, im Extremfall reichen ihnen vier bis fünf Stunden, um sich ausgeruht zu fühlen. Andere Menschen benötigen wiederum über zehn Stunden Schlaf. Die Merkmale des Kurz- Mittel- oder Langschläfers bilden sich zumeist schon im Kindes- und Jugendalter aus. Sie sind vermutlich erblich festgelegt und lassen sich durch Training kaum beeinflussen.

All diese Zeitangaben sind natürlich Durchschnittswerte, die zwischen einzelnen Personen stark schwanken können. Wenn Sie sich also nach 5 Stunden Schlaf erholt erheben und Ihre Freundin 9 Stunden "an der Matratze horcht", um Erholung zu finden, liegt das durchaus im normalen Bereich. Schläft jemand allerdings weniger als 4 oder mehr als 14 Stunden pro Tag, gehen Mediziner von einer ernst zu  nehmenden Schlafstörung aus.

 

Wichtig für den gesunden Schlaf ist, dass  jeder für sich erkennt zu welchem Schlaftypen er gehört.

 

Gesunde Menschen zeigen unter zeitgeberfreien Bedingungen einen, ungefähr einen Tag dauernden inneren Rhythmus des Schlafens und Wachens und anderer Körperfunktionen. Zeitgeberfrei bedeutet, dass während eines solchen Versuchs der Hell-Dunkel-Wechsel ausgeschlossen wird, keine Informationen über die Uhrzeit gegeben und soziale Kontakte ausgeschlossen werden.

Dieser Tag, so haben die Schlafforscher herausgefunden, ist dann jedoch nicht 24, sondern 25 Stunden lang.

Durch die äußeren Zeitgeber wird diese Innere Tageslänge jedoch auf 24 Stunden verkürzt, wodurch das Wachen und Schlafen in relativ fest umschriebene Zeiträume fällt.

Jeder Mensch hat seinen individuellen Schlaf/Wachrhythmus. Verstellt sich diese "innere Uhr", dann reagiert unser Körper mit Schlafstörungen.

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