Schlafstörungen

 

Rund 60 % der Erwachsenen in den westlichen Industrieländern leiden unter Schlafstörungen, wobei nicht nur ältere Menschen, sondern in zunehmendem Maße auch jüngere davon betroffen sind.

Gründe dafür sind vor allem vermehrter Stress, Überbelastungen des täglichen Lebens, Nervosität, unzureichende Konfliktverarbeitung und Störfaktoren*.

 

Tabukrankheit: nur ein Teil der Personen, welche an Schlafstörungen leiden, sucht ärztliche Hilfe.

 

Jeder zweite verschweigt dem Arzt seine Schlafstörungen. Dies ergab eine Studie der Universitäten Göttingen und Feiburg(31.01.2000 dpa):


Der Betroffene spricht nicht darüber. Fatal ist auch, dass der Arzt nicht danach fragt, so Dr. Göran Hajak von der Psychiatrischen Uniklinik Göttingen zum Thema Schlafstörungen. Im Schlafmedizinischen Zentrum der Universität wurden 2500 Patienten und ihre Ärzte befragt. Jeder dritte Schlafgestörte wird nicht behandelt, weil überforderte Ärzte keine Zeit haben, die Ursache für die Erkrankung herauszufinden. Dabei sind Schlafstörungen Ernst zu nehmen: Viele Verkehrsunfälle gehen auf Übermüdung zurück. Mehr als zehn Millionen Deutsche haben nach Angaben der Deutschen Akademie für Gesundheit und Schlaf Schlafstörungen. 2,7 Millionen Menschen nehmen regelmäßig Schlaftabletten.

 

Teufelskreislauf: Schlafstörungen

 

 

Schlafstörungen aufgrund von Krankheiten

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Krankheiten aufgrund von Schlafstörungen

 

Viele greifen dann zu Medikamenten oder Alkohol, was dann neue Risiken in sich birgt: die Abhängigkeit.

 

 


 

Einteilung von Schlafstörungen

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Einschlafschwierigkeiten, gestörter Schlaf oder Schlaf mit mangelhaftem Erholungseffekt oft gleichermaßen als Schlaflosigkeit (Insomnie) bezeichnet.

Das Spektrum reicht vom harmlosen Reden im Schlaf über Schlafwandeln bis hin zur Schlafapnoe *.

Sowohl bei den Hyposomnien als auch bei den Hypersomnien wird zwischen endogenen * und exogenen * Ursachen unterschieden.

Zu den endogenen Ursachen zählen z. B. Enzephalitis * (als Folge kann Narkolepsie* auftreten) oder Obstruktionen* der Atemwege (Schlafapnoe).

Exogene Faktoren sind z. B. Alkohol, Nikotin, Stimulantien, veränderte oder schlechte Schlafbedingungen.

Im Vordergrund der Beschwerden stehen Ein- und Durchschlafstörungen, wobei sich vorübergehende Schlafstörungen, als Reaktion auf emotionale Belastungen, normalerweise auf 3 Wochen beschränken.

 

Klassifizierung der Schlafstörungen

Hyposomnien: Ein- und Durchschlafstörungen


Hypersomnien: Störungen mit exzessiver Schläfrigkeit


Parasomnien: Somnarmbulismus (Schlafwandeln),


Pavor nocturnus (nächtliche Panikzustände),


Enuresis nocturna (nächtliches Einnässen),


andere Dysfunktionen wie Alpträume, Zähneknirschen, Schlafepilepsien


Störungen des Schlaf-Wachrhythmus: "Jet-lag"-Syndrom, häufiger Schichtwechsel.

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