Was leisten Krankenversicherungen bei Rücken- und Schlafbeschwerden?
Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind, haben Sie Anspruch auf medizinische Hilfe bei Rücken- und Schlafbeschwerden. Prinzipiell gilt bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), dass die Leistungen nicht das Maß des Notwendigen überschreiten dürfen. Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) ist ein weitaus höherer Versicherungsschutz grundsätzlich möglich.
Im Folgenden werden wesentliche Leistungen der GKV beschrieben. Je nach Tarif können Sie bei der PKV deutlich mehr Leistungen erhalten, beispielsweise in den Bereichen Physiotherapie, Psychotherapie oder Heilpraktikerbehandlung. Beamte, Studenten und viele Selbständige dürfen in die Private wechseln. Dies gilt auch für Arbeitnehmer mit einem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze.
Rückenleiden
Haben Sie ein Rückenleiden, so ermöglicht Ihnen Ihre Krankenversicherung zahlreiche Untersuchungen. Dazu zählen unter anderem Beweglichkeitsprüfungen und neurologische Tests (zur Prüfung auf Nervenschädigungen).
Weitere Untersuchungsformen wie Röntgendiagnostik kommen zum Einsatz, wenn erste Untersuchungen ein spezifisches Leiden vermuten lassen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Bandscheibenvorfall oder eine Osteoporose handeln.
Auf Grundlage der Diagnose können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt nach einer geeigneten Therapie suchen. Welche Behandlung infrage kommt, ist unter anderem abhängig von der Quelle und der Dauer Ihrer Beschwerden.
Möglich ist eine Therapie durch Wärme, Kälte, Bewegung, Entspannung, Massage, Medikamente und Akupunktur. Womöglich werden Sie mehrere Varianten testen müssen, um eine hilfreiche Methode finden zu können. Auch kann Ihnen Ihr Arzt Taktiken zur Schmerzbewältigung und zur Selbsthilfe bieten.
Schlafstörungen
Bei Schlafstörungen kann Ihnen Ihre Krankenversicherung eine Behandlung durch Psychotherapie, Schlafmittel oder auch apparative Hilfe (z. B. Atemmasken) bieten. Sind Ihre Beschwerden organisch bedingt, muss die dazu führende Erkrankung behandelt werden. Auch kann es zu einer Operation (beispielsweise einer Mandelentfernung) kommen.
Eine Psychotherapie ist sinnvoll, wenn Ihre Schlafstörung auf emotionalem Stress beruht. Auch kann Ihnen ein Psychotherapeut dabei helfen, ungünstige Verhaltensweisen (z. B. überhöhten Koffein- und Alkoholkonsum) zu analysieren und zu ändern.
Bei schlaffördernden Medikamenten besteht ein hohes geistiges und körperliches Suchtrisiko. Diese sollten Sie daher nur in Absprache mit Ihrem Arzt und nur für einen befristeten Zeitraum einnehmen.
Bild: panthermedia.net Yuri Arcurs
Schlagwörter: Krankenversicherung, Rückenleiden, Schlafstörungen



